Psychotherapie Braunschweig

Psychotherapie Braunschweig

Gundlagen für die Psychotherapie

 

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Ein Grundproblem für uns ist, das die Gehirnforschung nicht schneller Einzug in das Allgemeinwissen nimmt.

So möchte ich an dieser Stelle -sehr einfach und reduziert- schildern wie wir eigentlich (nach jetzigem Stand der Wissenschaft) funktionieren. Wie sich daraus "psychische Erkrankungen" entwickeln und wie wir in der Psychotherapie Braunschweig (nach dem Heilpraktikergesetz) einen Weg finden mit uns selbst umgehen zu können:

Das Nervensinnessystem, sein Toleranzfenster und die Stresssituationen

Wir sind ausgestattet, mit dem Nervensinnessystem (NS). Es schwingt aufsteigend, sympathisch, freudig, neugierig, aktiv... und absteigend, parasympathisch, entspannt, locker, lustvoll... und zwar, solange wir uns in unserem sogenannten Toleranzfenster befinden. Also, solange wir keine Gefährdung für Leib und Leben empfinden.

Wenn wir uns in Gefahr wähnen, uns bedroht fühlen, greifen die "alten Gerhirnregionen" die für die Überlebensinstinkte und Reflexe zuständig sind. Wenn diese Kreisläufe greifen, haben wir vom Neokortex her keinen Zugriff mehr, sondern sind unseren automatischen Reaktionen ausgeliefert.... und verschiedene andere Dinge passieren:

Adrenalinausschüttung, das Herz beginnt zu schlagen und Muskelgruppen zu versorgen die für Kampf und Flucht nötig wären, Verdauung wird angehalten, Sexualtrieb weniger versorgt...etc.

Jetzt verlassen wir das Toleranzfenster noch oben, also Sympathikus. Wenn es ein normaler Schreck ist entspannt sich das ganze System nach unten (Parasympathikus, abwärtsschwingende Kurve).

Wenn wir jedoch in einer chronischen Gefahrensituation bleiben, (oder Eine, die wir als solche erleben) wir uns also nicht mehr entspannen können bleiben wir chronisch in dem überspannten Zustand.

Hier finden wir Zustände wie Übererregung, Nervosität, Angst, Panik, Konzentrationsschwierigkeiten, Hochsensibilität, Wutanfälle, Unruhezustände, ADHS, Schlaflosigkeit, manische Phasen...

Wenn wir auf der parasympathischen Seite aus dem Toleranzfenster herrausfallen, ist die Reaktion die Erstarrung. (Wie Tiere, die bei auswegloser Flucht aufgeben.) Das System schaltet ab.

Wenn das chronisch geschieht, kommen wir zur Erschöpfung, Dissotiation, Gefühllosigkeit, Depression, Lethargie...

Gefahr und Sicherheit

Das heisst, nur wenn wir in Sicherheit sind, unser NS im Toleranzfenster schweigt, können wir den Neokortex -also unser bewusstes Denken (und andere Bereiche) einschalten.

Nur wann fühlen wir uns in Sicherheit?

Fühlt sich das sicher an,

  • Wenn wir auf einer Bühne stehen und uns alle anschauen?
  • Wenn der Chef uns vor sich hertreibt?
  • Wenn der Kollege versucht zu konkurrieren?
  • Wenn der Partner einen angreift, weil die Socken herumliegen?
  • ...

Tatsächlich sind wir vielen Situationen ausgeliefert die sich nicht sicher anfühlen.

Wir sind jedoch nicht wirklich in Lebensgefahr und dennoch greifen diese Schaltkreise... Wo wir eigentlich Zugriff auf unser normal arbeitendes System dringen bräuchten, aber die alten Schaltkreise von Kampf und Flucht uns in Verhaltensweisen drängen, die möglicherweise der Situation völlig unangemessen sind.

Unsere Einschätzung ob wir momentan in Sicherheit sind, oder nicht, begründet sich auf Erfahrungen die wir individuell gemacht haben. Diese sind gespeichert in unserem Erfahrungsgedächtnis.

Unser individuelles Erfahrungsgedächtnis

In unserer Entwicklung mußten wir lernen uns zu beruhigen (die sympathische, aufsteigende Bewegung, des NS ist beim Baby veranlagt, die parasympathische, beruhigende, absteigende Bewegung aber nicht). Diese Beruhigung mußte durch das Erziehungspersonal ausgeführt werden. Je nachdem, wie kompetet und zugewandt (aufmerksam) dieses war, konnten wir erlernen beruhigt zu werden, Regulation zu erfahren, später dann, dadurch Selbstregulation zu erlernen. Natürlich spielen andere Faktoren auch noch eine Rolle.

Also je nach unseren individuellen Erlebnissen, in der Kindheit konnte sich unser Toleranzfenster weit genug entwickeln. Ebenso, spielt natürlich eine Rolle, welche Erfahrungen wir gemacht haben, seit Anfang. War unser Leben sicher wertschätzend, waren wir aufgehoben in Bindungen, oder haben uns gerade diese für uns wichtige Menschen angegriffen, verunsichert? Mussten wir uns schützen?

Je nach all diesen Erfahrungen sind wir sehr unterschiedlich ausgestattet mit der Weite und Flexibilität unseres Toleranzfensters.

Ebenso sind für unsere jetzigen Zustand wesentlich, die Vorerfahrungen die wir zum Punkt Sicherheit/Gefahr gemacht haben (weil wir das erlebt haben und es als Referenzerfahrung in unserem Erfahrungsgedächtnis verankert ist):

  • Kennen wir es das Menschen gefährlich sind ?
  • War das Zusammensein mit Menschen für uns schön und sicher?
  • Was habe ich in Gruppen erfahren? Konnte ich mich sicher und aufgehoben fühlen? Oder war es gefährlich, weil ich Gesichtsverlusst...etc. erlitten habe

Wenn wir wiederholt Erfahrungen machen mussten die unserer sicher gebundenen Entwicklung nicht zuträglich waren spricht man von Entwicklungstrauma.

Psychotherapie als Anleitung zur Selbstregulation

So ist ein wesentlicher Anteil der Psychotherapie in Braunschweig also:

  • Das Erkennen meines Systems (Kognitiv).
  • Das Erfahren des Toleranzfensters.
  • Das Lernen dieses zu erweitern und zu flexibilisieren.

 

 

 

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Claudia-Barbara Elsner, SG-zertifiziert (Systemische Gesellschaft) für systemische Therapie. Heilpraktikerin für Psychotherapie. Tanztherapeutin. Körperpsychotherapeutin.

 

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