Stress/Burnout

Entwicklungstrauma

In unserem Sprachgebrauch denken wir bei dem Begriff Trauma (griechisch, Wunde), immer an Schocktrauma, also einmalige, außergewöhnlich -überflutende Ereignisse von Gefahr, Gewalt, Übergriff, Missbrauch...

Jedoch erleben wir alle auch Entwicklungstraumata:

Also, während unserer Entwicklung anhaltende Einflüsse die uns hindern zu einer vollen Entfaltung zu kommen.

In unserer Kindheit sind wir hilflos. Wir können weder für uns sorgen, noch uns wehren, noch wegrennen. Ausgeliefert sind wir dabei ungeheuren, körperlich- und seelischen Vorgängen.

Bei der Geburt kommen wir aus einem Raum der Nähe und Sicherheit in die Vereinzelung.

Wir sind angewiesen auf:

  • die Nähe zu den Menschen die unsere Bezugspersonen sind,
  • auf deren Möglichkeit nach körperlicher & seelischer Nähe,
  • auf deren Empathie, damit sie unsere Regungen lesen können, die ja jenseits der Worte liegen,
  • auf ihre Handlungsbereitschaft mit all unserern Verzweifelungen umzugehen...
  • auf die seelische Bindung zu uns, die wir als soziale Wesen dringend benötigen.

Sprich: es kann sehr viel schiefgehen.

Auch wenn die Menschen die uns umgeben sich Mühe geben, sind sie häufig von falschem "Wissen" umgeben ("Babys muss man schreien lassen",... "nur alle vier Stunden nähren...)

Sie frustrieren unser Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit ohne das sie sich dessen bewußt sein müssen.

In dieser, unserer ersten Lebenszeit, sind wir angewiesen durch Zuspruch, durch Nähe & Geborgenheit seelisch reguliert zu werden.

Wir können uns noch nicht selbst zu beruhigen. (Denn nach der Geburt ist nur der Sympathikus aktiviert, das Gegensystem, der Parasympathikus muss zusammen mit den Bezugspersonen entwickelt -gebahnt- werden.) Wir sind daher abhängig.

In diesem Zusammenspiel zwischen Menschen die uns umgeben und unserer Hilflosigkeit entwickeln sich Verhaltensmuster. Die gesunden (wegen derer wir meistens nicht Veränderung suchen) und die, welche sich entwickelt haben aus Frustrationen. Zum Beispiel, aus nicht erlebter Beruhigung, aus frustriertem Nähewunsch, also furchtbarer Einsamkeit...etc..., Muster, denen wir später ausgeliefert sind...

Jenseits der Worte, Gedanken...denn die Sprache entwickelt sich erst im Älterwerden...

Um sich also therapeutisch zu nähern, sind wir angewiesen auf Erinnerungen jenseits des Sprach und Gedankengedächtnisses. "Erinnerungen vor der erinnerbaren Zeit"... die jenseits des "Sprachverständnisses" liegen...

Körperempfindung, Bewegung, "Sein im Kontakt"...

In dieser vorsprachlichen Zeit wird im Gehirn der Hauptteil unserer Muster gebahnt. Daher brauchen wir auch für die "Heilung", die Musterveränderung, zusätzliche "Werkzeuge" (tools) jenseits der Worte.

 

+ Psychotherapie n. d. Heilpraktikergesetz + Einzeltherapie+

Claudia-Barbara-Elsner -Heilpraktikerin für Psychotherapie-